Die Fahrradfreundlichkeit von Einkaufszentren in Berlin wird von einer Arbeitsgruppe des Berliner ADFC untersucht.Wie gut oder schlecht das Einkaufen mit dem Rad vom Berliner Einzelhandel unterstützt
wird, ist Thema einer Arbeitsgruppe des ADFC Berlin. Einkaufserfahrene RadfahrerInnen
sollen die Einkaufseinrichtungen einmal aus ihrem Blickwinkel auf den Prüfstand stellen und
Bewertungen vornehmen, die alltagsorientiert erkennen lassen, was ordentlich gelöst ist und
wo Verbesserungen erforderlich sind. Teil des Projektes ist eine öffentlichkeitswirksame
Rückmeldung an den Handel.
Nach Senatsprognosen wird der Fahrradverkehr in Berlin weiter zunehmen. Neben Fahrten
zur Arbeit und Freizeitfahrten, ist das umweltfreundliche Einkaufen mit dem Rad ein drittes
wichtiges Nutzungsinteresse vieler RadfahrerInnen. Der Einzelhandel setzt inzwischen stark
auf
Einkaufszentren, die neben die klassischen Geschäftsstraßen treten. Aber wie
radkundenfreundlich sind sie in der Praxis, die Shopping Center?
Das freie Abstellen der Räder auf dem Bürgersteig ist jedenfalls weder diebstahlssicher noch
alltagstauglich, heutzutage sind praxisgerecht aufgestellte Radbügel unverzichtbar. Die
Zentren fördern bisher zwar das autogerechte Einkaufen, denn eine große Zahl von Kfz-
Parkplätzen ist immer Teil des Kundenservices, Radkunden benötigen jedoch ebenfalls eine
ausreichende Zahl von Radabstellanlagen, die ein sicheres Anschließen ermöglichen und in
Reichweite der Eingänge platziert sind.
Die Arbeitsgrundlage der Aktion ist ein Erhebungsbogen, der von möglichst vielen
Stadtteilgruppenmitgliedern vor Ort genutzt werden soll, um Einkaufszentren in ihrem Kiez zu
bewerten.
Einzelhandelseinrichtungen, die gute Lösungen verwirklicht haben, sollen geehrt
werden (Urkunde, Presseerklärung). Das radkundenunfreundlichste Angebot soll eine
Negativauszeichnung erhalten - vergleichbares ist aus anderen Branchen bekannt.
Potenzielle Ansprechpartner sind auch der Berliner Einzelhandelsverband, IHK, Bezirke und
Senat, um die beabsichtigte Wirkung zu verstärken, fahrradfreundliche Einkaufsinfrastrukturen zu fördern.
Unter jenen, die vor Ort die Bewertungsarbeit geleistet haben, soll die Verlosung einiger
attraktiver Preise ein Dankeschön für den Einsatz ermöglichen.
Das Projekt soll im September 2011 in die Erhebungsphase eintreten und 2011 abgeschlossen
werden.
Ansprechpartner:
Detlef Wendtland: detlef.wendtland (ät) adfc-berlin.de