Berlin, 15. September 2006
Die ADFC-Kreisfahrt startet am Samstag, 16. September 2006 um 14.00 Uhr - Achtung neu! - vom Potsdamer Platz zum sechsten Mal quer durch Berlin und - Achtung neu! - endet am Washingtonplatz (Hauptbahnhof). Bitte beachten: nur die Straßenliste wurde aktualisiert, die Grafik der Kreisfahrt nicht.
Auch in diesem Jahr soll die Kreisfahrt als kleine Schwester der großen Sternfahrt wieder ein deutliches Signal für mehr und sicheren Fahrradverkehr setzen - dazu zählt die endgültige Beseitigung des toten Winkel an Lkw, aber auch der Erhalt der für den Fahrradtourismus wichtigen Bahnlinien im Land Brandenburg.
Kreisfahrt demonstriert für die Beseitigung des toten Winkels an Lkw
Erneut hat ein sinnloser tödlicher Fahrradunfall im toten Winkel eines Lkw in der vergangenen Woche in Berlin die Öffentlichkeit entsetzt. Eine 32-jährige in Kreuzberg lebende Amerikanerin starb auf Radweg des Tempelhofer Damms bei Grün im toten Winkel eines rechtsabbiegenden Lkw.
Bundesregierung zum Handeln gegen den toten Winkel zwingen
Bereits 2004 hatte sich der ADFC Berlin massiv für einen zusätzlichen rechten Außenspiegel (DOBLI und andere Systeme) an Lkw eingesetzt. Erreicht wurde damals eine Neuregelung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nach der künftig alle neu zugelassenen Lkw über 3,5 Tonnen ein zusätzliches sichtverbesserndes System (Spiegel oder Kamera) zur Beseitigung des toten Winkels besitzen müssen. Nicht gelöst ist das Problem der Millionen Altfahrzeuge. Jetzt wird sich der ADFC Berlin verstärkt darum bemühen, die Nachrüstung der Altfahrzeuge zu erreichen. Verantwortlich für die notwendige Änderung der StVZO und die technisch problemlos mögliche Nachrüstung der Altfahrzeuge ist der Bundesverkehrsminister.
Spendenaufruf des ADFC Berlin für Opfer von schweren und tödlichen Fahrradunfällen
In einem ersten Schritt haben sich der ADFC Berlin und der DOBLI-Initiator Wilbert van Waes dazu entschlossen, die Angehörigen von schweren und tödlichen Fahrradunfällen noch stärker zu unterstützen, um so die Rechte von Radfahrern massiver einklagen zu können. Mit jeweils 1.500 Euro wollen beide die Familie der jüngst getöten Radfahrerin unterstützen, die bereits von einem ADFC-Rechtsanwalt vertreten wird. Gleichzeitig startet der ADFC in Berlin einen großen Spendenaufruf, um künftig einen Soforthilfefonds für die Angehörigen von Unfallopfern zur Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche und zur Hilfe in finanziellen Notlagen leisten zu können. Der ADFC Berlin e.V. ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt - Spenden sind steuerabzugsfähig.


