"Ghostbike" ist die aus den USA stammende Idee, weiß gestrichene Fahrräder als Mahnmale für im Straßenverkehr verunglückte Radfahrer am Unglücksort aufzustellen. Neben der Funktion als Gedenkstätte sollen sie auch auf mögliche Gefahrenpunkte hinweisen. Erstmals wurde ein derartiges "Ghostbike" 2003 in St. Louis (Missouri) aufgestellt. Die Idee wurde unterdessen, verteilt über die ganze Welt, in mehr als 30 Städten umgesetzt.
Mehr zum Thema "Ghostbike" auf Wikipedia.de
Offizielle Homepage ghostbike.org
Geisterräder - die Aktion
 Geisterrad in Berlin-Mitte |
In Berlin wurden 2010 sechs Radfahrer und Radfahrerinnen im Straßenverkehr getötet. Jeder Radfahrer, der sein Leben verliert, ist einer zu viel. Gemeinsam sollten wir dafür Sorge tragen, dass weniger Radfahrer verletzt und getötet werden. Radfahren soll sicherer und angenehmer werden, eine Freude sein.
Aufruf zur Unterstützung Wir freuen uns über die Unterstützung von Aktiven des ADFC, Interessierten und Anwohnern. Weisen Sie uns auf Beschädigungen an den Geisterrädern hin oder wenn diese verschwunden sind. Sollten Sie ein Angehöriger eines Getöteten sein, stehen wir für Ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung. Wenn Sie es wünschen, kann das Geisterrad den Namen Ihres Angehörigen bekommen.
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Spende
Wenn Sie diese Aktion fördern möchten, können Sie uns mit einer Spende unterstützen.
Bitte überweisen Sie dazu einen Betrag Ihrer Wahl unter dem Stichwort "Spende Aktion Geisterräder" auf folgendes Konto:
ADFC Berlin e. V.
Konto 440 378 106
BLZ 100 100 10
Postbank Berlin
Stichwort: Spende Aktion Geisterräder
Sechs Radfahrer im Jahr 2010 getötet - Geisterräder zum Gedenken an die Verstorbenen aufgestellt
Berlin, 9. März 2011, 11:00 Uhr
Zum Gedenken an die verstorbene Radfahrererin Christiane T. stellte der ADFC Berlin heute das letzte der sechs Geisterräder an der Kreuzung Ernst-Ruska-Ufer / Wegedornstr. am Unfallort auf.
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Unfallanalyse - Ursachen
Unfallursache?
Die Unfälle, bei denen Radfahrer und Radfahrerinnen getötet worden sind, sind höchst unterschiedlich und nicht repräsentativ im wissenschaftlichen Sinne. Auch wenn jeder Getötete einer zu viel ist, sind die (jährlichen) Zahlen für eine Verallgemeinerung der Unfallarten zu gering. Es müssen längere Zeitabschnitte betrachtet werden. In Berlin bedarf es einer langfristigen Auswertung der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, damit typische Unfallsituationen entschärft werden können.
Bislang als typisch eingestufte Ursachen sind Tötung durch rechtsabbiegende Lkw, Unfälle beim Einfädeln in den Verkehr auf der Fahrbahn, Unfälle mit ausparkenden/ausfahrenden Fahrzeugen, Kollision mit sich öffnenden Fahrzeugtüren.
Rücksicht!
Nach Meinung des ADFC Berlin lassen sich fast alle diese Unfälle durch Rücksichtnahme der beteiligten Verkehrsteilnehmer verhindern. Dazu ist der Blickkontakt zwischen Radfahrer und dem anderen Verkehrsteilnehmer das wichtigste und entscheidende Instrument.
Maßnahmen für mehr Radfahrersicherheit
Radfahrer - wie jeder Verkehrsteilnehmer - sollen und müssen sich an die Regeln des Straßenverkehrs halten. Das Fahrrad muss eine funktionierende Beleuchtungsanlage haben. Das Fahrrad sollte in einem fahrtüchtigen Zustand sein. Das Fahren bei roter Ampel oder das Überqueren der Straße an unerlaubter Stelle als auch das Nutzen des Radweges in entgegengesetzter Richtung ist zu unterlassen. Besondere Aufmerksamkeit gilt beim Überholen und Einscheren in Fahrbahnen.
Wir müssen aber auch feststellen, dass mangelnde Infrastruktur Radfahrer unnötig gefährdet. Unübersichtliche oder fehlende Führungen des Radverkehrs an Kreuzungen sollten vermieden werden. Schlechte Oberflächenbeläge, die ein Ausweichen von Radfahrern auf den Gehweg fördern, gilt es zu sanieren. Situationen, in denen der Kraftverkehr nicht mit Radfahrenden rechnet, gilt es zu vermeiden. Hier muss der Senat konsequenter handeln und beispielsweise die Mittel der Unfallkommission zur Beseitigung von Unfallhäufungspunkten aufstocken. Der ADFC Berlin wird auf diesen Missstand immer wieder hinweisen und Verbesserungen einfordern. Unsere Stadtteilgruppen bemühen sich, die z. T. zuständigen Bezirke mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen beim Aufzeigen und Auflösen von Problemstellen zu unterstützen.
Der ADFC Berlin will zum Handeln anstoßen und fordert alle Akteure auf mitzumachen – im Sinne der Radfahrer und im Gedenken an die sechs getöteten Radfahrer im Jahre 2010.
Gemeinsam mit anderen Akteuren plant der ADFC Berlin folgende Aktivitäten:
- Untersuchung der Unfallursache von Radfahrunfällen und Empfehlung von geeigneten Maßnahmen
- Beobachtung des Unfallgeschehens in Berlin
- Vorschlag von Maßnahmen für Berlin (Prävention und Umbau)

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Die Aktion wird unterstützt von der Firma