Berlin, 21. März 2007
Am Montag dieser Woche stellten Innensenator Ehrhart Körting und Polizeipräsident Dieter Glietsch die Kriminalitätsstatistik 2006 für Berlin vor. Der Fahrraddiebstahl spielte in den der Öffentlichkeit vorgestellten Zahlen keine Rolle, obwohl diese Diebstähle weit vor Delikten wie Taschendiebstahl (15.850 Fälle) oder Autodiebstahl (5.446 Fälle) lagen.
Tatsächlich ging die Zahl der Fahrraddiebstähle 2006 um 3,7 Prozent auf nun 18.775 Fälle zurück. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei 3,8 Prozent (2005: 4,6 Prozent). Der Gesamtschaden belief sich auf rund 7,9 Mio. Euro (pro Fahrrad im Durchschnitt 419 Euro).
Aus Sicht des ADFC ist neben einer stärkeren Aufklärungsarbeit der Polizei vor allem eine qualitative und quantitative Verbesserung von Fahrradabstellanlagen erforderlich. Diese müssen eine Abschließmöglichkeit für den Fahrradrahmen bieten und ein sicheres Anstellen des Fahrrades ermöglichen. So sind selbst bei Neubauten zum Beispiel von Discountern wie Aldi, Lidl oder Plus keine der Berliner Bauordnung entsprechenden Fahrradbügel zu finden - so genannte Felgenkiller erlauben hier lediglich das nicht ausreichende Einstellen des Vorderrades.
Vollständige Kriminalitätsstatistik der Berliner Polizei 2006 als pdf-Datei ansehen...




