Rund um Berlin

Durchs Barnimer Land - Kleine Seen und lange Kanäle

 

Start: S-Bahnhof Bernau

Ende: Bahnhof Zerpenschleuße, Abfahrt alle 2 Stunden in Richtung Berlin oder Bahnhof Zehdenick, Abfahrt stündlich nach Berlin

Tourlänge: 30 km / 60 km

Wegbeschaffenheit: vorwiegend Asphalt, kaum Steigungen

Kartenempfehlung: ADFC-Regionalkarte Berlin und Umgebung, BVA, 6,80 EUR

Vom Bahnhofsvorplatz in Bernau folgen wir den Wegweisern des Radweges Berlin-Usedom in Richtung Usedom.  Auf diesem Radfernweg werden wir bis zum Finowkanal auch bleiben. Zunächst geht es an der Stadtmauer entlang, dann verlassen wir Bernau auf einem straßenbegleitenden Radweg, der uns nach Ladeburg führt. Hinter dem Ort biegen wir schräg rechts in eine ruhige Straße ein und gelangen nach Lobetal. Im Wald liegt der Kleine Mechesee, der im Sommer zum Baden einläd. Nun folgt bis Biesenthal ein etwas hügeliges aber landschaftlich sehr reizvolle Stück. Wer ein zweites Erfrischungsbad braucht, kann in Biesenthal einen kleinen Abstecher zum Großen Wukensee machen. Unserer Tour folgt weiter dem ausgeschilderten Fernradweg Berlin - Usedom. Nach etwa 3 Kilometern überqueren wir das Flüsschen Finow,  nach knapp weiteren 3 Kilometern die Autobahn. Nach 1,5 Kilometern wenden wir uns scharf nach links. Jetzt befinden wir uns schon auf dem Oder-Havel-Radweg, den wir auch bis Zerpenschleuse nicht mehr verlassen werden. Wir erreichen bald den Finowkanal und trennen uns hier vom Berlin-Usedom-Radweg, indem wir uns links nach Marienwerder wenden. Die Häuser von Marienwerder liegen malerisch am anderen Ufer. Wir überqueren die Dorfzufahrtsstraße und können entweder gleich am Kanal weiterfahren oder biegen links ab für einen kleinen Abstecher zu einem Badesee. Zurück auf der Hauptroute unterqueren wir nach etwa 4 Kilometern die Eisenbahnbrücke der Heidekrautbahn und sind auch gleich am Bahnhof Zerpenschleuße. Wer noch Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin-Karow hat, sollte sich den sehenswerten Ort anschauen, besonders den ältere Teil in der Nähe der Kirche. Die Häuser reihen sich an einem Wasserarm entlang, der der Lange Trödel genannt wird.  Hier befindet sich auch ein angenehmes Gasthaus.

Wem 30 Kilometer zu wenig sind, der fährt einfach die Dorfstraße geradeaus weiter bis nach Liebenwalde. In Liebenwalde bringt uns ein straßenbegleitender Radweg sicher durch den Ort. Hinter der Kirche biegen wir rechts ab und treffen auf den Berlin-Kopenhagen-Radweg. Dem folgen wir am Vosskanal entlang bis nach Zehdenick. Um zum Bahnhof zu gelangen, müssen wir ans andere Ende des Ortes.  Hier fährt stündlich ein Zug nach Berlin-Lichtenberg über Oranienburg und Berlin-Hohenschönhausen.

 

Wald, Feld und Wiesen – Märkische Schweiz pur

 

Start: Bahnhof Müncheberg, Abfahrt stündlich von Berlin Lichtenberg in Richtung Kostrzyn

Ende: S-Bahnhof Strausberg Nord, Abfahrt alle 40 Minuten in Richtung Berlin

Tourlänge: 45 km

Wegbeschaffenheit: Asphalt, Wald- und Feldwege, teilweise hügeliges Gelände

Kartenempfehlung: ADFC-Regionalkarte Märkische Schweiz/Oderbruch, BVA, 6,80 EUR

 

AmTornowsee
Nach gut halbstündiger Zugfahrt wird der Autolärm gewohnte Berliner von rauschenden Bäumen und Vogelgezwitscher begrüßt. Die Tour beginnt linkerhand in Richtung Dahmsdorf. Kurz vor den ersten Dahmsdorfer Häusern biegt links eine asphaltierte Fahrradstraße ab. Sie verläuft parallel zur Strecke der historischen Eisenbahn bis nach Buckow. In Buckow hält man sich rechts bis zur Lindenstraße. Diese führt über eine kleine Brücke zur Güntherquelle. Hier wählt man rechts den Fahrweg und erreicht nach etwa 3 Kilometern den Großen Tornowsee. Nach einem erfrischenden Bad kann man sich in der Pritzhagener Mühle stärken.

Weiter geht der etwas steinige Weg durchs Stobbertal zur so genannten Hölle. Das harmlose Tälchen wird erfolgreich passiert, und nach etwa 2 km zweigt links ein ausgewiesener Waldweg ab. Die kreislaufförderne Schiebestrecke mündet in einen mit Schlehen und Pflaumen gesäumten Feldweg. Schon bald zeigen sich die ersten Häuser von Julianenhof. Die Attraktion des Ortes ist ein liebevoll eingerichtetes Fledermausmuseum. Täglich kann man hier von 10 – 16 Uhr in der Sommersaison Interessantes über die geheimnisvollen Tiere erfahren. Außerdem befindet sich auf dem Gelände ein historischer Eiskeller, in dessen kühler Tiefe früher bis in den Frühsommer hinein Eis gelagert wurde.Nun führt eine Strasse zunächst geradeaus (den Abzweig links ignorieren) über Reichenberg nach Ihlow. Hier lohnt sich ein Dorfrundgang: Zwei Künstlerhöfe, eine Bücherscheune mit beeindruckender Holzdachkonstruktion und ein Biohof mit Gartencafé warten auf Besucher. Nach einer Verschnauf- und Kunstpause verlässt man Ihlow in nördlicher Richtung und gelangt nach Reichenow. Etwas im Grünen versteckt, neben dem Schloss, liegt ein weiterer Badesee.

Von der Hauptstrasse zweigt eine Nebenstraße in südwestliche Richtung ab. Auf gut ausgewiesener, asphaltierter Strecke geht es nun durch hügelige Landschaft. Vor Prädikow überquert man eine größere Straße, fährt vorbei an Storchennest und Kirche und radelt durch ein Waldstück. Über Klosterdorf gelangt man zum Sportflugplatz Strausberg Nord und schließlich zum S-Bahnhof.

 

 


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