Übrigens! Radrennfahrer fahren nicht deshalb mit besonders dünnen, knallhart aufgepumpten Reifen, weil die besonders wenig Rollwiderstand sondern weil sie dem Wind weniger Stirnfläche bieten und natürlich leichter sind als breite Reifen. Knallhart gepumpt müssen sie sein, weil es sonst bei jeder kleinen Fahrbahnunebenheit einen Defekt gäbe.
- Das Profil sollte bei Ihrer Reifenwahl nur eine sekundäre Rolle spielen. Grob profilierte Reifen (Foto) sind dafür gemacht, im Gelände zu greifen. Wenn Sie vorwiegend auf asphaltierten Wegen oder Wegen mit festem Untergrund unterwegs sind, wählen Sie einen profilarmen Reifen. Denn je mehr Profil Sie haben, desto größer ist der Rollwiderstand - auch auf asphaltierten Strecken. Auf Straßen und besonders bei Regen bestimmt nicht das Profil den "Grip" sondern die Gummimischung, die auch extreme Schräglagen erlauben kann. Die Mischung wird in einfach, zweifacher oder gar dreifacher Lage (Single-, Double-, Triple-Compound) aufgetragen und ermöglicht so unterschiedlichste Reifeneigenschaften zwischen sehr gut haftend (aber schnell verschleißend) und "unverschleißbar" (aber mit Mängeln im "Grip"). |
Der ADFC Buch- und Infoladen empfiehlt für ... ... den Stadtbetrieb (mit besonders hoher Defekthäufigkeit durch Scherben etc.) z. B. Reifen wie den Continental Contact Safety System (Foto). ... die Reise oder Überland Reifen mit gewöhnlichem Pannenschutzsystem. ... Radfernreisen oder Reisen in unwegsamere Regionen mit schlechter Ersatzteilversorgung den Schwalbe Marathon XR. |
Schlauch
Was Sie auf gar keinen Fall vergessen sollten, wenn Sie auf Tour gehen, ist Flickzeug, ein Ersatzschlauch und eine Pumpe.
Denn nichts ist ärgerlicher, als mit einem Plattfuss irgendwo hängen zu bleiben ... und dann fängt es auch noch an zu regnen.
Schauen Sie ruhig mal nach, ob Ihr Flickzeug noch genügend Flicken enthält und ob der "Flickenkleber" nicht eingetrocknet ist.
Der Schlauch sollte natürlich zu Ihrem Reifen (die Maßangaben stehen i. d. Regel auf der Reifenflanke) passen.
Aber welchen Ventiltyp sollten Sie wählen? - Ein Dunlopventil (auch Fahrrad- oder Normalventil genannt) hat den Vorteil, dass fast immer irgendwo eine Pumpe aufzutreiben ist. Der Nachteil ist, dass sich der genaue Reifendruck nicht feststellen lässt, da immer erst durch den Luftdruck in der Pumpe das Ventil "geöffnet" wird. - Ein Autoventil macht es möglich, dass der Reifen an jeder Tankstelle aufzupumpen ist. Aber! Achten Sie darauf, dass die Ventilbohrung in Ihrer Felge breit genug ist, um das Ventil durchzulassen. - Ein Sclaverandventil (auch Französisches Ventil) müssen Sie immer erst aufschrauben, um den Schlauch zu bepumpen. Da Sie das Ventil danach aber auch wieder zudrehen, ist es die sicherste Art, die Luft im Reifen zu halten. Nachteil ist die schmale Bauart des Ventils: Bei breiten Ventillöchern in der Felge hat das Ventil Spiel, es kann klappern oder im Extremfall gar abreißen. Der Schlauchhersteller Schwalbe hat sich hierfür eine pfiffige Lösung einfallen lassen: Die Ventilüberwurfmutter hat unterschiedliche Breiten und kann das Ventil so im Ventilloch stabilisieren.
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Zum Glück gibt es für alle Ventile Adapter, die es ermöglichen z. B. mit einer Tankstellenpumpe ein Französisches Ventil aufzupumpen.
Im ADFC Buch- und Infoladen führen wir Schläuche der Firma Schwalbe in allen erdenklichen Größen und Breiten jeweils mit den drei verschiedenen Ventiltypen sowie die oben erwähnten Adapter.





